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Konzeptstudie Heimatapfel

Beschreibung

Der Kreis Höxter tritt seit fast 20 Jahren mit dem Logo eines Apfels auf, hat aber diesbezüglich bislang fast keinerlei Identifikationspunkte bei regionalen Produkten geschaffen. Andererseits gibt es erhebliche Vorkommen an Obstbeständen in der Region, die teilweise gut, aber im öffentlichen Bereich häufig schlecht oder gar nicht gepflegt werden und deren Erträge nur selten einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden.

Mit den Obstwiesenberatern wurde durch ein LEADER-Projekt bereits eine Gruppe von Menschen fachlich ausgebildet, die neben ehrenamtlichen Vereinen und Verbänden im Bereich der Bestandspflege und Vernetzung tätig werden können. Der Schritt hin zu einem strukturierten Nutzungs- und Vermarktungskonzept ist nun konsequent. Es soll eine faire und regional verankerte Wertschöpfungskette zum Schutz von Biodiversität entstehen.

Mit der skizzierten Studie „Heimatapfel“ soll dieser ganzheitliche vernetzende und moderierte Prozess gestartet werden, der auf Initiative der Stadt Steinheim und der Stiftung für Natur, Heimat und Kultur im Steinheimer Becken eine realistische Entwicklung definieren soll. Beteiligt sind und werden weiterhin die Städte Nieheim, Marienmünster und Höxter sowie einzelne Unternehmen, die eine sinnvolle Weiterverarbeitung der Produkte vornehmen könnten (z.B. Brunnenbetriebe, Hofläden, Landwirte). Im Rahmen der Studie sollen Workshops mit potentiellen Vermarktern sowie Inputveranstaltungen durchgeführt werden, die auf die Streuobstthematik als Imageträger hinführen und unternehmerisches Potential anstoßen.

Die Regionalmarke Kulturland bei der GfW im Kreis Höxter mbH hat auf Wunsch der Initiatoren die Projektträgerschaft übernommen, um den Prozess für einen möglichst großen Kreis an regional tätigen Unternehmen zu öffnen sowie eine Übertragbarkeit und Entwicklung der Heimatapfel-Strategie auf das weitere Kreisgebiet zu gewährleisten.
Die Möglichkeiten einer nachhaltigen und wirtschaftlich tragenden Entwicklungs- und Markenstrategie sollen in dieser Konzeptionierung erarbeitet werden und praktikable Umsetzungsmodelle aufzeigen. Zusätzlich sollen Rentabilitätsberechnungen und weitere Aussagen zu unterschiedlichen Betreibermodellen getroffen werden (z.B. bürgerliche Genossenschaften, Solidarische Obstwirtschaft, Vermarktungsverein, Aufpreisvermarktung o.ä.), die einer wirtschaftlichen Nutzung der Obstbestände im Kreis Höxter zugrunde liegen können. Dazu sind vergleichbare Modelle aus Nachbarregionen (Lippe, Nordhessen, etc.) auszuwerten und Best Practice ausfindig zu machen.

Der Begriff „Heimatapfel“ soll zum einen für die Vermarktung von Produkten stehen, die aus diesem Ernteaufkommen verarbeitet werden (Apfelsaft, Apfelschorle, Fruchtaufstrich, Cidre und weitere Produkte etc.) sowie für touristische Angebote mit Bezug zur Streuobstwiese (Apfelferien, Apfelhotel etc.).
Zum anderen steht der Begriff für eine stärkere generationenübergreifende Identifikation der Bevölkerung mit der Region, in dem über Obstbaumpatenschaften für Altbestände sowie „Heimatobstbäume“ für Neugeborene Verwurzelungen geschaffen werden könnten. Mit gemeinsamen Pflücktagen und Obstwiesenfesten kann in diesem Prozess eine weitere Bindung der Bevölkerung an die Region und eine vernetzende Wirkung unter den Akteuren erzielt werden, die nachhaltige und integrative Strukturen schafft. Die teilweise sehr alten Streuobstwiesen werden bereits in der dritten oder vierten Generation bewirtschaftet. Ein hochstämmiger Apfelbaum braucht etwa 30 Jahre bis zu seiner vollen Ertragsfähigkeit. Neue Wiesen können also nicht einfach angepflanzt werden, sondern müssen über mehrere Generationen gepflegt werden.

Apfel mit Logo

Das ist unser ziel

Die Konzeptstudie „Heimatapfel“ hat zum Ziel, eine nachhaltige Entwicklung von Streuobstbeständen durch wirtschaftlich motivierte Nutzungsmodelle zu skizzieren.
Inhaltlicher Schwerpunkt ist die Erarbeitung von Empfehlungen zu belastbaren Organisationsstrukturen und wirtschaftlich tragfähigen Vermarktungsmodellen, die im Projektgebiet zur Anwendung kommen können. Es sollen Aussagen getroffen werden zu einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Streuobstwiesen durch geeignete Nutzerstrukturen sowie zur Vermarktung der daraus generierbaren Produkte in den Bereichen Lebensmittel, Bildung, Tourismus und Biodiversität.
Um die Strukturen regional überschaubar zu halten und den Prozess mit Akteuren moderieren zu können, bezieht sich das Projektgebiet zunächst exemplarisch auf den nördlichen Bereich des Kreises Höxter (Städte Steinheim, Nieheim, Marienmünster und Höxter). Eine Übertragung der Empfehlungen auf das gesamte Kreisgebiet wird angestrebt.

Die Studie soll zusammengefasst Strukturen für folgende Zielsetzungen untersuchen und Lösungen entwickeln:
Zielsetzung 1: Wirtschaft und Tourismus
_Produkte und Zielgruppen
_Erntemengen und Bedarfe
_weiterverarbeitende Regionalproduzenten
_Generierung von sekundären Produkten (Honig, Fleisch, Wurst etc.)
_Folgeentwicklung von touristischen Angeboten wie Spezialkursen und Veranstaltungen (z.B. Pflücktage, Apfelfest, Schnittkurse etc.)
_Marken- und Vertriebskonzept Heimatapfel Kulturland
_Vermarktungsträger/Betreibermodelle
_Analyse von möglichen Synergien und BestPractice in Nachbarregionen

Zielsetzung 2: Naturschutz und Kulturlandschaft
_geregelte Pflege und Nutzung der Altbestände
_gezielte Anlage von Neubeständen
_erweiterte Nutzung der Flächen für Beweidungsprojekte/angemessene Beweidungsarten
_Dauerhafter Erhalt des Lebensraumes für Vögel und Insekten u. weitere Lebewesen

Zielsetzung 3: Bindung und Beteiligung der Bevölkerung
_Obstbaumpatenschaften für Altbestände
_Lebensbäume (Obstgehölze) für Neugeborene (Verwurzelung schaffen)
_Konkretisierung eines Patenschaft-Models und eines Heimatbaumkatasters, Rahmenbedingungen und Verwaltungsmodell
_Pflege- und Erntearbeiten, Gemeinsamkeiten erleben
_Vernetzung mit Obstwiesenberatern als Ansprechpartner für interessierte Flächeneigentümer

Das ist unser Weg

Juni 2019: Von der LAG beschlossen

von der LAG Beschlossen

Fördersumme:
12.837,50 €

Laufzeit:
18 Monate
August 2019 - Dezember 2020

Projektträger:
Regionalmarketing der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter mbH
Corveyer Allee 7
37671 Höxter

Ansprechpartner:
Heiko Böddeker
Telefon: 05271 9743-25

www.kulturland-regional.de

 
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Anschrift

Lokale Aktionsgruppe (LAG)
Kulturland Kreis Höxter e. V.
Corveyer Allee 7
37671 Höxter

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